LIMS (Labor-, Informations- und Managementsysteme) sind mehrheitlich in Prüfeinrichtungen und Laboratorien für die Datenverwaltung das Rückgrat. Ihr Bezug ist die Probenbearbeitung. Dabei variieren im Einsatz die Schwerpunkte und Nutzungsarten der LIMS erheblich. Ursächlich für diese Vielfalt sind insbesondere die Branche des Labors, dessen Ausrichtung und der im Labor verwendete Softwaretyp. Im Grundsatz aber gilt, dass LIMS darauf abzielen, den Betrieb eines Labors sowohl im Hinblick auf administrative Aufgaben bei der Probenbearbeitung als auch bei der Präsentation, Auswertung und Erfassung von ermittelten Analysendaten zu unterstützen. Im Ergebnis steuern Labor-, Informations- und Managementsysteme die Durchführung der Tätigkeiten in Prüfeinrichtungen und Laboratorien so effizient, dass die ermittelten Daten unmittelbar in mühelos zugänglicher Form abgespeichert werden. LIMS, bspw. von INTEGRIS LIMS GmbH, sind daher in Einsatzbereichen wie Servicelabors, Überwachungslabors für die Verbrauchergesundheit, Gefahrenabwehr und Umwelt sowie Qualitätskontrollbereichen von Forschung und Entwicklung anzutreffen. Vermehrt sind sie auch auf der Kundenseite mit den Unternehmensanwendungen verzahnt.


Historisch standen für die Speicherung und Verwaltung von Labordaten bereits mit der Einführung der IT-Technologie entsprechende Plattformen zur Verfügung. Diese Plattformen waren überdimensionierte und unwirtschaftliche Großrechner. Erst die Entwicklung des Digital Equipment (Minicomputer) in den 70er Jahren ermöglichte den Prüfeinrichtungen und Laboratorien, ihre Labordaten mittels vernetzter Integratoren zu erfassen und zu betreiben. Für die Verwaltung der Labordaten etablierten sich aber innerhalb der Prüfeinrichtungen und Laboratorien als Software mehrere Insellösungen (Individualentwicklungen einzelner Arbeitsbereiche). Diesem Trend in der Datenverwaltung wirkten Softwarehäuser und Laborgeräteentwickler relativ schnell mit standardisierten LIMS sowohl für die Verwaltung der Proben als auch für die Erfassung der Analysedaten entgegen. 
 


Die Systemarchitektur von standardisierten Labor-, Informations- und Managementsystemen untergliedert sich in die Funktionen „Probenregistrierung“, „Vorgabe Bearbeitung/Prüfungen“, „Probenvorbereitung/Verteilung“, „Ergebniserfassung“, „Ergebnisberechnung“ und „Beurteilung/Freigabe“. Diese Untergliederung bietet durchgängig die Grundfunktionalität und orientiert sich am typischen Arbeitsablauf bei der Bearbeitung von Proben.
 


So decken die Funktionen „Probenregistrierung“ und „Vorgabe Bearbeitung/Prüfungen“ die Annahme des Untersuchungs- bzw. Prüfauftrags mit den jeweils zugehörigen Proben ab. Nach der Registrierung erlauben beide Funktionen dann die Festlegung des Umfangs der Untersuchung.
 


Für die Arbeitsorganisation steht die Funktion „Probenvorbereitung/Verteilung“ zur Verfügung. Mit dieser Funktion kann das Untersuchungsaufkommen spezifisch Arbeitsgruppen, Personen oder Laborgeräten zugewiesen werden.
 


Die Funktionen „Ergebniserfassung“ und „Ergebnisberechnung“ stehen in den LIMS für serien- oder probenbezogene Dialogvarianten zur Erfassung und Berechnung der Ergebnisse des Untersuchungsaufkommens bereit. Standardisiert sind hier Grenzwertabgleiche, Umrechnungen und Plausibilitätsprüfungen verfügbar. Generell können im Hinblick auf eine Zeitersparnis und das Vermeiden von Fehlern auch Daten aus Dateien importiert oder direkt von Analysegeräten übertragen werden.
 


Die Freigabe- und Beurteilungsfunktion bietet die Möglichkeit, den Prüfbericht zu erstellen und dazu die Daten vor ihrer Publikation nochmals zu sichten und zu beurteilen. Bei diesem Arbeitsvorgang können automatisch und nachvollziehbar alle Aktivitäten im System protokolliert und die Bearbeitung ordnungsgemäß nachgewiesen werden.

 

Teilen